Zusammenhänge erkennen
Kiefer, Nacken, Haltung und Belastung werden gemeinsam betrachtet.
Leistung
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zähnen. Gezielte manuelle Therapie, Entspannung und Bewegungsübungen können Spannung, Funktion und Wohlbefinden im Alltag unterstützen.
Was ist CMD-Therapie?
Kiefer, Nacken, Haltung und Belastung werden gemeinsam betrachtet.
Sanfte Techniken und Übungen können Kaumuskulatur und Gelenke begleiten.
Praktische Hinweise können helfen, Pressen, Knirschen und Stressmuster bewusster wahrzunehmen.
So läuft Ihre Behandlung ab
Wir besprechen Ihre Beschwerden und untersuchen Kiefer, Muskulatur und Haltung.
Durch sanfte manuelle Techniken können Spannung und Kieferbeweglichkeit begleitet werden.
Sie erhalten Übungen zur Entlastung und zur Unterstützung der Kieferfunktion für den Alltag.
Wir überprüfen den Verlauf und passen die Therapie individuell an.
Was sich durch Therapie verändern kann
10 Übungstipps für zuhause
Lippen schließen, die Zähne jedoch nicht aufeinanderpressen.
Zungenspitze locker hinter den oberen Schneidezähnen ablegen.
Mund langsam öffnen und darauf achten, dass der Unterkiefer gerade bleibt.
Unterkiefer sanft nach rechts und links bewegen.
Kopf leicht nach hinten führen, ohne das Kinn anzuheben.
Schultern langsam nach hinten kreisen.
Unterarm an eine Wand legen und Oberkörper leicht wegdrehen.
Mehrmals täglich prüfen, ob die Zähne zusammengepresst werden.
Bei entsprechender therapeutischer Empfehlung angenehme Wärme auf verspannte Kaumuskulatur geben.
Atemübungen und kurze Entspannungspausen können helfen, unbewusstes Pressen wahrzunehmen.
Häufige Fragen
CMD-Physiotherapie erfolgt häufig auf Grundlage einer ärztlichen oder zahnärztlichen Verordnung. Je nach Versicherung, Verordnung und Tarif können gesetzliche Zuzahlungen oder private Kosten entstehen.
Dauer und Frequenz richten sich nach Verordnung, Befund und Beschwerdebild. Häufig werden mehrere Termine mit Übungen für Kiefer, Nacken und Alltag kombiniert.
Bitte sprechen Sie uns vorher an bei akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, stark eingeschränkter Mundöffnung, Fieber, Taubheitsgefühlen, Schwindel, ungeklärten starken Schmerzen oder neurologischen Symptomen.
Sanfte Kieferbewegungen, Entspannungsübungen, Haltungsübungen sowie Übungen für Nacken und Schulterbereich können unterstützend eingesetzt werden. Welche Übungen sinnvoll sind, hängt von der Ursache Ihrer Beschwerden ab.
Kurze Übungseinheiten können häufig mehrmals täglich durchgeführt werden. Dabei sollte der Kiefer nicht überlastet und jede Bewegung ruhig und kontrolliert ausgeführt werden.
Entspannung, Stressreduktion und das bewusste Lockern des Kiefers können unterstützend wirken. Bei ausgeprägtem nächtlichem Pressen oder Knirschen kann zusätzlich eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll sein.
Ja. Kiefer, Nacken, Schultern und die Haltung beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb werden bei CMD häufig nicht nur der Kiefer, sondern auch angrenzende Muskel- und Gelenkbereiche betrachtet.
Ein gelegentliches Knacken kann verschiedene Ursachen haben und muss nicht automatisch problematisch sein. Treten dabei Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder ein Blockierungsgefühl auf, sollte dies untersucht werden.
Bei anhaltenden Schmerzen, wiederkehrenden Kopfschmerzen, eingeschränkter Mundöffnung, häufigem Kieferknacken mit Beschwerden oder nächtlichem Zähnepressen ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.
Die Antworten dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Untersuchung oder Therapieempfehlung.
Wichtig zu wissen
CMD ist gut behandelbar - je früher, desto besser. Die Behandlung ist sanft, individuell und ganzheitlich. Wir arbeiten bei Bedarf interdisziplinär, z. B. mit Zahnärzt:innen oder Ärzt:innen, zusammen.
Wir beraten Sie gern persönlich und finden gemeinsam heraus, ob diese Therapieform für Sie sinnvoll ist.